Lang schon ist es her. Viele verließen den Alten Weg. Vergessen ward, was den Vorderen heilig. Zerstört wurden die Stätten des Alten Weges. Zerfiel im Laufe der Zeit, was einst ward gebaut zur Erinnerung, aus Holz und teils aus Stein. Tief in den Wäldern verborgen, so manches sich von jenen finden läßt, die sehen können. Geschützt vor den Blicken derer, die nicht finden sollen...

 

Nebel ziehen auf, noch scheint es Tag, doch schon bald geht die Sonne unter und Ihr Bruder, der Mond erwacht. Sehen kann man ihn nicht, denn immer dichter wird der Nebel. Bäume, Büsche und Felsen verschwimmen vor unsere Augen, werden zu verwischten Konturen. Ein schwarzer Schatten zwischen den Bäumen, der sich mit leisem Schritt durch den Wald bewegt. Tief eingehüllt in seinen Mantel, schreitet der  Wanderer voran.

 

Scheint es auch, als hätte er kein Ziel, so setzt er jeden Schritt fest auf den Boden. Nur hin und wieder bleibt er stehen, sieht sich um. Solange die Sonne noch Helligkeit in den Nebel brachte, so lange war er hoch oben auf dem Berg. In der alte, heiligen Thingstätte, die dort verbogen liegt. Die Stätte, an der die Vorderen noch dem Alten Weg folgten. Vom Osten her kam die Lehre, der nun so viele folgten und der sie vergessen machte, was einst richtig war. Immer weiter verfolgt wurden die, die festhalten wollten was ihren Ahnen richtig schien. Keine Bauten, kein Tempel war mehr auf dem Berge zu sehen. Alleine die Felsen und Ritzungen in den alten Buchen und Eichen zeigten dem, der wissen wollte wo er sich befand. Eine kleine heilige Quelle sprudelt aus dem Felsen. Doch auch hier versuchten die Verblendeten, dem ein Ende zu setzten und so gruben sie den Berg an. Um das Wasser zu sammeln, damit die Quelle hoch oben nicht mehr sprudeln sollte.

 

Der, der durch den Nebel schritt war Dankward, den man auch den Raben nennt. Und sein Weg sollte ihn heimführen, heim in die Hütte an Fuße des Berges, der tief versteckt im Sporkenwald sich erhob. Kein Geräusch ließ der Nebel zu und nur ganz schwach schien das Licht, dem er folgte. Es war die Kerze, die Manadis ihm ins Fenster stellte...

 

Oft schritt der Rabe durch die Wälder, stand in Kontakt mit den Anderen, die den alten Weg zu gehen wußten. Und immer war er auf neue Nachrichten gespannt, die so mancher brachte, der wie er durch die Wälder schritt. Wann immer es ihm möglich war traf er sich mit dem Waldläufer Aragorn, der sein Bruder war. Denn viel zu Berichten gab es immer. Sie hatten ja nicht nur die Verantwortung für sich, sondern auch für die, die sich unter dem Banner der Gemeinschaft sammelten. Weit verstreut hatten diese Ihre versteckten Hütten im tiefen Sporkenwald, oder an anderen geheimen Orten.

 

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