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Die Wintersonnenwende ward gekommen und wie es vereinbart war,
fanden sich Aragorn und Dankward bereits am Wodansdag in der
versteckt gelegenen Hütte ein. Diese steht in einem kleinen
Ausschnitt eines bewaldeten Hügels. Manadis half den beiden die Hütte
für die Feier und das Treffen aller, herzurichten. Von nun ab,
galt es das Feuer zu bewachen, denn kalt und regnerisch war den
Tag und auch die Nacht. Das war aber auch die Gelegenheit der
beiden Brüder zu besprechen, was es zu besprechen gab. Der
Donarsdag fing ebenso an wie der Vortag endete. So daß die
Hauptaufgabe darin bestand weiter das Feuer zu schüren und die
Kochstelle aufzubauen. Zudem wurde fleißig an der eigenen Ausrüstung
gearbeitet. Und die Lagerplätze in der Hütte vorbereitet. Am
Abend brutzelte bereits das Fleisch im Zwiebelsud und so manches
Trinkhorn ward geleert, als auch der Nordmann zu ihnen kam. Es war
ihm gelungen an den feindlichen Kriegern die am Rande des
Sporkenwaldes lauerten, vorbei zu kommen. Den auch dem Feind war
bewußt daß in diesen Nächten etwas besonderes passieren würde,
war es doch die heilige Zeit der Vorderen und derer die stets
weiter den „Alten Weg“ gingen. Ausser dem Nordmann war auch
der Zwerg Durin beim Kreise derer die sich an diesem Abend
zusammen fanden. Die Nacht war nun endgültig hereingebrochen und
nun war es Möglich den heiligen Ort aufzusuchen. Dankward führte
den Nordman hin zu diesem geheimnisvollen Berg und ganz im Schutze
gingen sie die geheime Pfade und nur der Mond war ihnen Licht
genug. Sie gingen durch den Tunnel hinüber zum Druidenfinger, von
dem ab der Weg zum Tor führt. Das Tor das erst dann erleuchtet
wird, wenn die Gemeinschaft zur jeder Sonnenwendfeier angekommen
ist. Erst dann erleuchten die Fackeln den Zutritt zur Welt der
Geister und Ahnen. Auf dem Plateau angekommen entzündeten die
Beiden ihre Fackeln. Und der Nordmann nahm nun zu ersten Mal teil
einer Welt die er zuvor nur aus Erzählungen kannte. Während
dessen blieben Durin und Aragorn in der Hütte zurück, galt es
doch auch diesen Ort zu schützen.
Am Frijadag kamen nun auch nach und nach der Rest der Gemeinschaft
an, stets auf Pfaden die, anderen nicht bekannt waren. Jeder baute
sein Lager auf in der kleinen Hütte und es war schön sich alle
wiederzusehen.
Als die Dunkelheit herein brach, gingen Wölfchen und Ida zusammen
mit dem Zwerg auf Wache. Im Wald sahen sie auf einmal den Schein
von Fackeln die sich dem Ort der Unterkunft nährten. Sie faßten
allen Mut zusammen und griffen den Feind an. Schauerlich war das
Gebrüll und es hallte der blanke Stahl bis herab zur Hütte.
Obwohl es kalt war, lief ihnen bald der Schweiß über die Stirn,
den der Gegner war stark und nach Minuten die sich hinzogen wie
Stunden war der letzte Feind erschlagen. Den nur so konnte
verhindert werden, daß dieser Alarm schlug und sie in großer
Schar hierher kamen. Sie suchten den Wald nach weiteren
versprengten Feinden ab und kamen nachdem sie die Leichen
vergraben hatten zurück. Wachsam war nun die Gemeinschaft und das
Feuer brannte nur so wenig wie es nötig war. Kampf macht hungrigm,
daß wußte Dankward und brachte die Fleischrundlinge im eigenen
Sud zusammen mit Stampfwurzeln auf den Tisch. Die Hörner wurden
erhoben und es wurde getrunken und geschmatzt, gegröllt und
gelacht bis die Nacht zu Ende ging und sich alle in die Decken
rollten die auf den Felllagern ausgebreitet waren. Nur den Zwerg
und der Täuscher hielten im schwachen Schein der Kerzen Wache.
Am Lugdag erschallte das Horn noch zu Zeiten als die Sonne gerade
schwach am Himmel aufgegangen war. Und schon wieder rief ein
reiches Frühstück in diesen argen Zeiten zu Tisch. Fast so als gäbe
es in dieser Zeit nur Essen und Trinken. Aber so sollte es sein.
Neben der Ernsthaftigkeit ihres Treffens, stand der Spaß und die
Freude an erster Stelle. Der Tag war engefüllt mit Dingen wie
Holz machen, Waffenübungen, kochen, und auch einfach die Seele
baumeln lassen. Bevor der
Thing am Abend stand fand wurde schon das Wichtigste besprochen.
Und so wurde man sich einig, die Gemeinschaft von nun ab unter dem
Banner der Rabenschar zu sammeln. Bevor es nun zum Thingberg ging,
wurden die Kinderhühner aufgefahren
und alle aßen als ob es der letzte Tag wäre. Mit der Folge daß
nun alle mit vollem Bauch los wandern mußten. Bis hinauf auf dem
Berg. Außer Wasmuth, der blieb in der Hütte wollte er den
Thingspruch über sich nicht beiwohnen. Im Gänsemarsch gingen die
Getreuen die alten Wege bis hin zu dem Platze an dem der Thing
immer stand fand. Hier nun wurde Aragorn von der Schmach als
Unfreier zu gelten befreit. Durch eigenes Fehlverhalten wurde ihm
im Sommer die Waffen und die Ehre für 6 Monde genommen. Und die
Thingsprecherin Syr erhob die Stimme und erinnerte daran, daß nun
wiedereinmal eine schwere Entscheidung bevor stand. Denn es galt
über einen der ihren zu entscheiden. Der Thing war sich jedoch in
seiner Entscheidung einig: Es war ab diesem Moment nicht länger
Freier der Gemeinschaft.
So ging
auch diese Nacht zu Ende und der nächste Tag war schon wieder der
Tag des Aufbruches. Hinaus in eine scheinbar feindliche Welt. In
die Welt der neuen Zeit.
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